3ik-Wochenbericht vom 01.05.2020

Geposted von Hans Heimburger am

 

Sechs Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen

Liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Dienstag schrieb ich (eigentlich für mich selbst) folgende sechs Eckpunkte zur Markteinschätzung nieder.

Covid-19 – Gedanken Hans Heimburger

  • Der Lockdown war und ist bisher erfolgreich. M.E. zwei Aspekte: 1. Es war klar die einzige Möglichkeit die Ansteckungsketten zu unterbinden. 2. Die Menschen für die zukünftige Wichtigkeit von Hygiene und Abstand zu sensibilisieren (die Kinder in Spanien haben nach 6 Wochen in den Wohnungen eine Lektion fürs Leben gelernt).
  • Die Lockerung des Lockdown ist in meinen Augen alternativlos. Wer will es denn verantworten, dass um aktuell Leben bezüglich C-19 zu retten, mit dem Leben von Menschen (Aufschub von Operationen, Menschen gehen nichtmehr zum Arzt, Depressionen usw.) andererseits „gespielt“ wird. Und eine Welt ohne wirtschaftliche Entwicklung geht nicht (ich bin da sehr nahe bei Wolfgang Schäuble).
  • Blick auf die Unternehmensergebnisse: Q1-Zahlen und evtl. auch Q2-Ergebnisse winkt der Markt m.E. durch, egal wie schlecht diese sind. Kritischer wird es, wenn dann im Oktober die Q3-Zahlen kommen und man dann immer noch gewaltige Bremsspuren bei Umsatz und GuV sieht bzw. der Anstiegspfad zu flach bleibt.
  • Ansprache an mich selbst: Investition nur in Unternehmen, die auch auf lange Sicht mit 85 und 90% Auslastung ordentlich Geld verdienen.
  • Die Lockerung wird aktuell sehr positiv gesehen (fast schon maximal positiv). Das gab / gibt für die Märkte „Perspektive“, die diese auch sehr ordentlich umsetzten (kräftige Erholung der Kurse).
  • Die Gefahren für die Märkte liegen auf der Hand: evtl. wieder Anstieg der Infektions-Zahlen durch zu forsche Lockerungen. Maßnahmen müssen wieder zurückgedreht werden. Täglich gibt es Meldungen und Diskussionen über erfolgreiche (oder nicht erfolgreiche) Tests von Medikamenten – siehe Beispiel REMDESIVIR von Gilead.

Es ist zu erwarten, dass wir in den kommenden Monaten uns in dem dargestellten Spannungsfeld bewegen. Optimistische, positive Phasen werden sich auch immer wieder mit negativen Phasen an den Märkten abwechseln.

Fed und EZB geben maximale Unterstützung

In der zurückliegenden Woche haben sowohl die amerikanische als auch die europäische Notenbank nach ihren tournusmäßigen Sitzungen am Mittwoch bzw. gestern erklärt, dass sie weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Wirtschaft unterstützen werden.

Die US-Notenbank hat am Mittwoch keine zusätzliche Lockerungsmaßnahmen  vorgenommen. Bereits im März hatte sie in rascher Folge und großem Stil ihren geldpolitischen Kurs gelockert. Sie ist aber jederzeit bereit, ihre geldpolitischen Spritzen einzusetzen, sollten sich neue Brandherde auftun.

Die Fed hat ihren geldpolitischen Kurs seit Anfang März 2020 rasch und kräftig gelockert und dabei auf altbekannte und neue Instrumente zurückgegriffen. Seitdem entspannte sich die Lage an den Finanzmärkten merklich. Das FOMC sah daher heute keine Notwendigkeit zu weitergehenden Lockerungsmaßnahmen. Der Zinssatz auf Überschussreserven von 0,10 % wurde beibehalten. Am Leitzinszielband von 0,00– 0,25 % möchte die Fed solange festhalten, bis die Wirtschaft die Corona-Krise überstanden hat und sich Beschäftigung und Inflationsrate ihrer Zielvorstellung annähern. Unseres Erachtens wird das nicht vor Herbst 2021 der Fall sein.

Notenbankchef Jerome Powell betonte auf seiner Pressekonferenz, dass die Fed jederzeit bereit ist, flexibel zu handeln, sollte es zu erneuten Marktverwerfungen kommen oder die Wirtschaft weitere Hilfen bedürfen, etwa wegen der rasant steigenden Arbeitslosigkeit. Wir haben wenig Zweifel daran, dass sie ihre Liquiditätsschleusen noch mehr öffnen kann, ihr Maßnahmenkatalog ist noch lange nicht ausgeschöpft. Sollte die Fed dies für notwendig halten, gehen wir davon aus, dass sie dabei vor allem auf bestehende Instrumente zurückgreifen und deren Volumen ausweiten, in der Struktur ändern oder mit noch großzügigeren Modalitäten ausstatten wird

Die EZB hat die Liquiditätsversorgung gestern nochmals ausgeweitet. Sie gibt weiter eine Lockerungsneigung zu erkennen. Die Notenbank hält sich flexibel, vor allem für den Einsatz ihres Pandemie-Notkaufprogramms.

Die EZB hat das Umfeld günstiger Finanzierungsbedingungen heute mit mehreren Einzelmaßnahmen gestärkt und einer Kreditklemme nochmals vorgebeugt. Auf ihrer Ratssitzung beschloss sie, die Bedingungen für langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) zu lockern und neue langfristige Pandemie-Notfalltender (PELTROs) anzubieten. Keine Änderungen gab es dagegen beim Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP), dessen Volumen bei 750 Mrd. € verbleibt und das bis zum Jahresende fortgeführt werden soll. Auch die monatlichen Anleihekäufe sollen ebenso unverändert fortgeführt werden wie die Reinvestition fälliger Wertpapiere. Die EZB hob hervor, ihr Pandemie-Notkaufprogramm jederzeit zeitlich verlängern und hinsichtlich seiner Zusammensetzung erweitern zu können. Eine Befristung nannte sie hierfür nicht.

Mit ihren Hinweisen zum Pandemie-Notkaufprogramm unterstreicht die EZB aus unserer Sicht ihr „Whatever-it-takes“-Versprechen. Ihr Vorgehen verstehen wir als Reaktion auf zuletzt immer mal wieder gestiegene Risikoaufschläge bei EWU-Staatsanleihen. Für uns hat sich die Notenbank heute daher erneut dazu bekannt, einen allgemeinen Renditeanstieg nicht zuzulassen. Damit besitzt sie weiter eine klare Lockerungsneigung. Diese geht unseres Erachtens auch daraus hervor, dass die Leitzinsen laut EZB solange auf dem aktuellen oder einem tieferen Niveau liegen werden, bis sich die Inflationsaussichten ihrem Preisziel von knapp unter 2,0 % annähern. Hinzu kommt die nun drastisch auf Pessimismus getrimmte Konjunkturrhetorik, der zufolge die Notenbank nun eine tiefe Rezession erwartet.

 

 

Kurzüberblick über die wichtigsten Märkte:

Vorwoche
Veränderungen* Kurse 01.05. 17:55 Uhr
DAX: 10.355 +2,04% 10.566 (Kurstaxe)
Euro Stoxx 50: 2.815 +0,96% 2.842 (Kurstaxe)
S&P 500: 2.801 +1,11% 2.832
Nikkei 225: 19.262 -+1,85% 19.619 (Schlusskurs heute)
* Veränderung zum Freitag der Vorwoche

Rendite 10 jährige Bundesanleihen:

-0,586% p.a.

Volatilitätsindex (CBOE Volatility Index)

Die Volatilität (CBOE Volatility Index) schwankte diese Woche zwischen 30,81 und 38,97 Punkten.

Was wir für Sie getan haben…

3ik-Strategiefonds I:  wir stockten den Bestand in einem dynamischen Mischfonds auf und bauten die Quote in einem Wandelanleihefonds etwas ab. Die Absicherungsquote handelten wir flexibel und situativ. In die hohen DAX-Stände am Mittwochabend erhöhten wir die Absicherung.

3ik-Strategiefonds II:  wir stockten den Bestand in einem dynamischen Mischfonds auf.  Die Absicherungsquote handelten wir flexibel und situativ. In die hohen DAX-Stände am Mittwochabend erhöhten wir die Absicherung.

3ik-Strategiefonds III:   Die Absicherungsquote handelten wir flexibel und situativ. In die hohen DAX-Stände am Mittwochabend erhöhten wir die Absicherung.

 

3ik-Strategiefonds I – geringe Schwankungen – Ausschüttung per 15.11. 2019 = 0,70 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds I: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2020 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 29.04.2020
-10,68%
-12,03% + 9,85 % -22,27% 89,30 Euro

 

3ik-Strategiefonds II – mäßige Schwankungen – Ausschüttung per 15.11.2019 = 0,80 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds II: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2020 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 29.04.2020
-8,92% -8,24% +14,16 % -25,01 % 105,33 Euro

 

3ik-Strategiefonds III – langfristig hoher Wertzuwachs – Ausschüttung per 15.11.2019 = 0,80 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds III: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2019 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 29.04.2020
-14,36% -10,86% +16,66 %  -30,84 % 98,91 Euro

Die 3ik-Strategiefonds seit 01.01.2019

Details liefern Ihnen die tagesaktuellen FactSheets. Links siehe am Fuß dieses 3ik-Wochenberichtes.

Ausblick

Wir erwarten am Beginn des Monates Mai eine gewisse Konsolidierung an den Aktienmärkten.

Steuergünstig: die 3ik – Versicherungen

Die folgenden Angaben sind für die Anleger, die die 3ik-Strategiefonds im Rechtsrahmen einer lebenslang steuerbegünstigten „Private-Insuring“ – Police nutzen. Dies sind:

WFLifeCycleVersicherung bei der Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A.

Diese Police ist seit dem 1.7.2009 verfügbar. Das dreigeteilte Investmentkonzept wird dort im Rahmen von drei internen Fonds umgesetzt. Die Anteilswerte für die internen Fonds des Versicherungsvermögen, deren Wertermittlung am 1.7.2009 mit dem Wert 100,00 begann, sind wie folgt:

Versicherung Anteilswerte (Stichtag 29.04.2020)
WFLifeCycle I: 91,55 €
WFLifeCycle II: 123,70 €
WFLifeCycle III: 124,61 €

VIP ValorLife Versicherungen (jetzt: Youplus)

Für die Kunden, die eine Police bei der ValorLife Versicherung besitzen, gilt ebenfalls: Die internen Fonds, die für die VIP ValorLife 99 D Policen geführt werden, sind seit Anfang 2012 genauso zusammengesetzt wie die oben beschriebenen 3ik-Strategiefonds. Die Wertentwicklung dieser Policen folgt damit der Wertentwicklung der 3ik-Strategiefonds.

Autor des 3ik-Wochenberichtes:

Hans-Heimburger-CIO-3ik-strategiefonds Hans Heimburger CIO

Gies & Heimburger – Die Vermögensverwalter
Tel.: 07633 – 91 14 13
h.heimburger@guh-vermoegen.de
www.3ik-strategiefonds.de

Links zu den tagesaktuellen FactSheets:

3ik-strategiefonds-1-wkn-a1h44g-isin-de000a1h44g8 3ik-Strategiefonds-II-wkn-a1h44j-isin-de000a1h44j2 3ik-Strategiefonds-III-wkn-a1h44l-isin-de000a1h44l8
3ik-Strategiefonds I
geringe Schwankungen
3ik-Strategiefonds II
mäßige Schwankungen
3ik-Strategiefonds III
langfristig hoher Wertzuwachs
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Hans Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies & Heimburger GmbH und der CIO (Chief Investment Officer) für die 3ik-Strategiefonds.