3ik-Wochenbericht vom 31.01.2020

Geposted von Hans Heimburger am

 

Die Märkte im Spannungsfeld: Coronavirus – Geldpolitik – Unternehmensergebnisse

Es gab schon Phasen an den Kapitalmärkten, die übersichtlicher waren als aktuell. Versuchen wir mal der Reihe nach Klarheit (so weit das geht) zu schaffen oder eben auch zu definieren, wo alle Prognoseversuche an Grenzen stoßen.

Outbreak

Wenn man die aktuellen Fernsehbilder aus China betrachtet, dann fühle ich mich irgendwie an den amerikanischen Katastrophenfilm „Outbreak“ des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1995 erinnert. Ähnlich reißerisch, wie vor 25 Jahren das Thema eines gefährlichen Virus für die Kinoleinwand aufbereitet wurde, berichten aktuell die Medien über das Coronavirus.

Es ist sehr schwierig, die weitere Entwicklung der Verbreitung des Virus zu prognostizieren und damit auch nahezu unmöglich irgendeine halbwegs vernünftige Schätzung bezüglich der wirtschaftlichen Folgen abzugeben.

Ich gehe fest davon aus, dass die Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt das Menschenmögliche unternehmen, um die Bevölkerung zu schützen und den infizierten Personen mit allen zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden helfen werden. Diese Gedanken sollten nach meiner Auffassung zunächst im Vordergrund stehen.

 

Die Fed hält die Füsse still – Details der Geldpolitik können wichtig werden

Die amerikanische Notenbank Fed bekräftigte am vergangenen Mittwoch, dass sie in absehbarer Zeit die Zinsen unverändert lassen wird. Allerdings könnte das geldpolitische Teufelchen im Detail stecken.

Die Fed intervenierte seit September 2019 mit hohen Milliardenbeträgen am sogenannten Repomarkt. Dies ist der Markt für kurzfristige, besicherte Ausleihungen. Um sich Geld zu beschaffen, verkauft dort eine Partei ein Wertpapier an eine andere und vereinbart gleichzeitig den Rückkauf zu einem späteren Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis. Dabei fungiert das Wertpapier als Sicherheit. Die Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Rückkaufpreis ist der Reposatz. Dieser bewegt sich normalerweise ähnlich wie die Federal Funds Rate, zu der sich Banken Guthaben bei der Notenbank über Nacht leihen. Mitte September 2019 schoss der Reposatz allerdings auf bis zu 10% in die Höhe, während das Zielband der Fed für die Funds Rate bei 2% bis 2,25% lag. Die effektive Fed Funds Rate wurde von diesen Problemen aus dem Band getrieben und stieg auf 2,30%. Diese Schwierigkeiten beobachtet die Fed mit Argusaugen, denn Schieflagen am Geldmarkt waren 2007 der Vorbote der Finanzkrise.

Die Fed sah in diesen Ausschlägen bei den Zinsen ein Signal dafür, dass sie ihre Bilanz in den letzten Jahren zu stark verkürzt und damit zu wenig Liquidität zur Verfügung gestellt hat. Schließlich hat sich der Liquiditätsbedarf in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen erhöht. Dies führte zu den oben genannten Interventionen.

Im zweiten Quartal 2020 beabsichtigt die Fed diese „Geldspritzen“ zu beenden – die Notenbank hat sie in 2020 bereits reduziert. Die Auswirkung auf die Kapitalmärkte werden wir genau beobachten.

 

Apple, Microsoft und Amazon berichten über den Erwartungen

Die Technologiegiganten warteten diese Woche mit sehr guten Quartalszahlen auf. Für Apple und Amazon lief das Weihnachtsgeschäft erfreulich. Microsoft (und auch hier Amazon) profitierten von einem überragenden „Cloud-Business“.

Allerdings sind die Bewertungen der Unternehmen mittlerweile extrem ambitioniert, so dass eine Korrektur der Aktienkurse gesund wäre.

 

 

Kurzüberblick über die wichtigsten Märkte:

Vorwoche
Veränderungen*Kurs heute 17:13 Uhr
DAX:13.573-4,33%12.985
Euro Stoxx 50:3.782-3,68%3.643
S&P 500:3.319-2,50%3.236
Nikkei 225:23.827-2,61%23.205 (Schlusskurs heute)
* Veränderung zum Freitag der Vorwoche

Rendite 10 jährige Bundesanleihen:

-0,444 % p.a.

Volatilitätsindex (CBOE Volatility Index)

Die Volatilität (CBOE Volatility Index) schwankte diese Woche zwischen 15,24 und 18,38 Punkten.

Was wir für Sie getan haben…

Im 3ik-Strategiefonds I blieb das Portfolio unverändert. Wir halten die Absicherungsquoten auf Grund der Rückschlagsrisiken (Stichworte: zu hohe Bewertung der Aktien in Amerika und der aktuellen Ereignisse in China) an den Märkten hoch.

Im 3ik-Strategiefonds II blieb das Portfolio unverändert. Wir halten die Absicherungsquoten auf Grund der Rückschlagsrisiken (Stichworte: zu hohe Bewertung der Aktien in Amerika und der aktuellen Ereignisse in China) an den Märkten hoch.

Im 3ik-Strategiefonds III blieb das Portfolio unverändert. Wir halten die Absicherungsquoten auf Grund der Rückschlagsrisiken (Stichworte: zu hohe Bewertung der Aktien in Amerika und der aktuellen Ereignisse in China) an den Märkten hoch.

3ik-Strategiefonds I – geringe Schwankungen – Ausschüttung per 15.11. 2019 = 0,70 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds I: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2020 YtDWertentwicklung 1 JahrVolatilität 1 JahrMax. Drawdown 1 JahrAnteilswert per 31.01.2020
-0,15%
-3,50%+ 3,28 %– 4,79%99,83 Euro

 

3ik-Strategiefonds II – mäßige Schwankungen – Ausschüttung per 15.11.2019 = 0,80 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds II: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2020 YtDWertentwicklung 1 JahrVolatilität 1 JahrMax. Drawdown 1 JahrAnteilswert per 31.01.2020
+0,30%+0,45%+ 5,25 %-4,02 %116,00 Euro

 

3ik-Strategiefonds III – langfristig hoher Wertzuwachs – Ausschüttung per 15.11.2019 = 0,80 Euro

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds III: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2019 YtDWertentwicklung 1 JahrVolatilität 1 JahrMax. Drawdown 1 JahrAnteilswert per 31.01.2020
+ 0,72 %+5,66%+ 6,84 % -4,54 %116,33 Euro

Die 3ik-Strategiefonds seit 01.01.2019

Details liefern Ihnen die tagesaktuellen FactSheets. Links siehe am Fuß dieses 3ik-Wochenberichtes.

Ausblick

Die Unsicherheit auf Grund der oben dargestellten Gemengelage an den Märkten bleibt hoch, so dass vorsichtige Vorgehensweisen angeraten sind.

Steuergünstig: die 3ik – Versicherungen

Die folgenden Angaben sind für die Anleger, die die 3ik-Strategiefonds im Rechtsrahmen einer lebenslang steuerbegünstigten „Private-Insuring“ – Police nutzen. Dies sind:

WFLifeCycleVersicherung bei der Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A.

Diese Police ist seit dem 1.7.2009 verfügbar. Das dreigeteilte Investmentkonzept wird dort im Rahmen von drei internen Fonds umgesetzt. Die Anteilswerte für die internen Fonds des Versicherungsvermögen, deren Wertermittlung am 1.7.2009 mit dem Wert 100,00 begann, sind wie folgt:

VersicherungAnteilswerte (Stichtag 30.01.2020)
WFLifeCycle I:101,86 €
WFLifeCycle II:136,22 €
WFLifeCycle III:145,38 €

VIP ValorLife Versicherungen (jetzt: Youplus)

Für die Kunden, die eine Police bei der ValorLife Versicherung besitzen, gilt ebenfalls: Die internen Fonds, die für die VIP ValorLife 99 D Policen geführt werden, sind seit Anfang 2012 genauso zusammengesetzt wie die oben beschriebenen 3ik-Strategiefonds. Die Wertentwicklung dieser Policen folgt damit der Wertentwicklung der 3ik-Strategiefonds.

Autor des 3ik-Wochenberichtes:

Hans-Heimburger-CIO-3ik-strategiefondsHans Heimburger CIO
Tel.: 07633 – 91 14 13
h.heimburger@3ik-strategiefonds.de
www.3ik-strategiefonds.de

Links zu den tagesaktuellen FactSheets:

3ik-strategiefonds-1-wkn-a1h44g-isin-de000a1h44g83ik-Strategiefonds-II-wkn-a1h44j-isin-de000a1h44j23ik-Strategiefonds-III-wkn-a1h44l-isin-de000a1h44l8
3ik-Strategiefonds I
geringe Schwankungen
3ik-Strategiefonds II
mäßige Schwankungen
3ik-Strategiefonds III
langfristig hoher Wertzuwachs
>> zum FactSheet >> zum FactSheet >> zum FactSheet

Hans Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies & Heimburger GmbH und der CIO (Chief Investment Officer) für die 3ik-Strategiefonds.