BASF – Die Erfolgsgeschichte eines Joint-Ventures in China

Geposted von Walter Feil am

BASF investiert mit einem US- und drei chinesischen Partnern erneut einen dreistelligen Millionenbetrag in China. Wie Reuters am 1. Juli berichtet, will die BASF 75 Prozent aller seiner in der Region Asien/Pazifik verkauften Chemieprodukte auch dort produzieren.

Dies ist Teil der weltweiten Strategie der BASF, wie Dr. Stephan Kothrade, Chef des BASF-Joint-Ventures in China, mir Anfang Juni anlässlich einer Werksbesichtigung während des anschließenden Essens in der BASF-Kantine in Nanjing erläuterte.

Dr. Stephan Kothtrade, Chef des überaus erfolgreichen Joint-Ventures der BASF in Nanjing in China, im Gespräch mit Walter Feil

Dr. Stephan Kothrade, Chef des überaus erfolgreichen Joint-Ventures der BASF in Nanjing in China, im Gespräch mit Walter Feil

Die BASF legt, wie Dr. Kothrade im persönlichen Gespräch erläuterte, ihre Produktionsstandorte gemäß drei zentralen Kriterien fest:

  • Wo sitzt die Kundschaft?
    Der schnell wachsende Bedarf an Kunststoffprodukten in China ist der Hauptgrund, warum die BASF in Nanjing investiert hat und ihre Produktionsanlagen dort weiter ausbaut.
  • Wo gibt es günstige Energie?
    Die Erwartung von nachhaltig günstigen Energiepreisen in den USA ist der Grund, warum die BASF enorme Investitionen in neue Produktionsanlagen in den USA tätigt.
  • Wo gibt es günstige Rohstoffe?
    Dr. Kothrade unterschied Kohle, Öl und Gas als drei unterschiedliche Rohstoffe, die jeweils andere Produktionsverfahren erfordern und zu unterschiedlichen Endprodukten führen.

Verbund-Systematik verzahnt die Interessen der Joint-Venture-Partner

Der zentrale Erfolgsfaktor des BASF-Joint-Ventures in China ist die enge Verzahnung der Verbundpartner. Jeder der Partner, die auch räumlich dicht beieinander angesiedelt sind, ist Teil eines ganzheitlichen Produktionsprozesses und von den anderen Partnern abhängig. Damit hat jeder einzelne ein vitales Interesse am Erfolg und Funktionieren der anderen Partner im Verbund.

Dr. Stephan Kothrade - Chef des BASF-Joint-Ventures in China  - erläutert die Erfolgsfaktoren für den Produktionsstandort in Nanjing

Dr. Stephan Kothrade – Chef des BASF-Joint-Ventures in China – erläutert die Erfolgsfaktoren für den Produktionsstandort in Nanjing

3ik-Strategiefonds III ist in Asien prominent positioniert

Unternehmen wie BASF würden in China nicht Hunderte von Millionen investieren, wenn sie dort nicht nachhaltiges Wirtschaftswachstum erwarten würden. Der 3ik-Strategiefonds III ist per 3o. Juni sehr vorsichtig und hat die Investitionsquote durch Abbau der Aktienpositionen und Absicherungen signifikant gesenkt. Die Positionen in Asien einschließlich China und Hongkong werden derzeit jedoch vor dem Hintergrund der starken Unterbewertung dieser Märkte aufgebaut. Die 10,54 Prozent “Aktien EM” sind schwerpunktmäßig auf diese Region konzentriert.

Die 10,54 % Emerging Markets sind im wesentlichen in Asien mit einem Schwerpunkt in China investiert, und dies vor allem vor dem Hintergrund historisch günstiger Bewertungen.

Die 10,54 % Emerging Markets sind im wesentlichen in Asien mit einem Schwerpunkt in China investiert, und dies vor allem vor dem Hintergrund historisch günstiger Bewertungen und ausgezeichneter Chancen auf nachhaltiges Wachstum.

In dieser Region erwartet das Fondsmanagement mittel- und langfristig wieder deutliche Wertzuwächse.

Diversifizierung und Stockpicking führt zum Erfolg

Neben der Grundsatzentscheidung, in Asien inklusive China wieder Positionen aufzubauen, erwarte ich vor dem gegenwärtigen Szenario eines gewaltigen Wandels in China auch für zahlreiche Unternehmen Schwierigkeiten, während andere, die den Wandel entschlossen umsetzen oder sogar anführen, beste Chancen auf weit überdurchschnittliches Wachstum finden. Eine der wichtigsten Empfehlungen nach meiner neuntägigen China-Erkundungsreise ist deswegen, vor allem auf Fonds zu setzen, die die Fähigkeit eines erfolgreichen Stockpickings in dieser Region bereits bewiesen haben. Ein reines Index-Investment bietet hier weniger Chancen, mittel- und langfristig die erfolgreichsten Unternehmen zu investieren. Ein Index-Investment eignet sich deswegen eher als zeitlich begrenztes Investment, um den allgemeinen Trend für eine gewisse Zeit verstärkt mitzunehmen.

 

Dieser Artikel erschien im Original unter: IhrKonzept GmbH.

Walter Feil ist Leiter der Niederlassung Bühl der Gies & Heimburger GmbH und Leiter des Investment-Research.