Editorial der Freitags-Info vom 03.11.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

 

In einem permanenten Prozess beobachten wir in unserer Gesellschaft das Thema „Elektromobilität“. Einerseits haben wir in unseren Anlagestrategien Finanzprodukte einbezogen, die sich beispielsweise mit dem Rohstoff Lithium, als Kernelement der Batterien, auseinandersetzten. Andererseits gibt es ja bekanntlich auf der politischen Ebene das Bemühen, die Verbrennungsmotoren zurück zu drängen, bis zur Forderung, die Verbrennungsmotoren bis 2030 nicht mehr zuzulassen.

Ein Blick auf die Zulassungszahlen der PKW´s ist da natürlich ein Fingerzeig. Hier ist einerseits festzustellen, dass der Anteil an neu zugelassenen Dieselfahrzeugen auf knapp 35 % zurückgegangen ist (minus 17,9%). Kompensiert wurde diese Entwicklung aber noch von einem Anstieg des Benziner-Anteils um 18,8% auf 60,9%.
Interessant ist auch die Entwicklung der Zulassungen von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen. Während der Anstieg bei den Elektro-Fahrzeugen bei 80,8% lag, steigerten sich die Zulassungen bei Plugin-Hybride-Fahrzeugen um 100%. Allerdings sind die absoluten Zahlen noch bescheiden, ca. 6.000 Fahrzeuge bei den letzten beiden Kategorien. Soweit die deutschen Zulassungen im Oktober. Weltweit keimt schon etwas mehr Hoffnung für die Elektromobilität auf. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 47 % mehr reine Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der größte Markt ist China mit 179.000 Fahrzeugen, dahinter Europa mit 133.000 Einheiten und USA mit 88.500 aufladbaren Autos.

Weltmarktführer war im ersten Halbjahr Tesla mit 47.000 Zulassungen vor BMW mit 42.000 Fahrzeugen. Auf den Rängen 3 und 4 folgen dann zwei chinesische Hersteller, deren Namen hier noch unbekannt sind. BYD – 35.000 Einheiten, BAIC  – 30.000 Einheiten. In der Konzern-Wertung liegt Renault-Nissan vor Tesla und BMW.

Wenn wir dann fast täglich lesen, welch große Produktionsprobleme der Weltmarktführer Tesla mit dem neuen Modell 3 hat und sehen, welch kleines Angebot die deutschen Hersteller bisher bieten, dann kann man nur hoffen, dass junge Unternehmen in dieses Vakuum stoßen können, wie beispielsweise die vom deutschen Professor Dr. Günther Schuh gegründete e.Go Mobile AG. Hier sind Bestellungen möglich mit Auslieferung 2018 und das zu Preisen unter 20.000 Euro. Ein Blick auf deren Homepage lohnt sich. In den nächsten Tagen werden wir ausführlicher darüber berichten.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Herbstwochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.