Editorial der Freitags-Info vom 05.05.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

Auf unser letztwöchiges Beispiel eines 100 Euro-Sparplanes über 25 Jahre erhielten wir die Rückmeldung, dass diese Berechnung nur theoretischer Natur wäre. Nachfolgend zeige ich gerne einen der besten europäischen ETFs, den iShares MDAX ETF mit dieser Berechnung. Der Fonds hat durchschnittlich in den letzten Jahren 10% Performance erzielt. In der Sparplanrechnung nach der gleichen Systematik, wie letzte Woche, sind über 25 Jahre bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro (berechnet mit einem Ausgabeaufschlag von 1 %)
beachtliche  125.300 Euro geworden.

Abschließend noch zwei interessante Zahlen zum Themenkomplex Sparplan. Nach einer Erhebung von FONDS professionell bei den 12 führenden Banken, Fondsplattformen und Onlinebrokern ist die Zahl der Fondssparpläne im Jahr 2016 um 25 % gestiegen. Danach fließen von Privatanlegern aktuell monatlich stolze 634 Millionen Euro in Publikumsfonds.

Was treibt aktuell die Börsen in den meisten Regionen der Welt nach oben? Diese Frage stellen sich viele Anleger, besonders solche die den Mut noch nicht hatten, zu investieren, in Anbetracht der politischen Unklarheiten, die auch das Jahr 2017 begleiten.

Zum einen sind die makroökonomischen Rahmendaten von guter bis hervorragender Qualität. Das Wirtschaftswachstum in Nordamerika und Europa läuft in soliden bis überraschend guten Bahnen. Die Zinsen sind nach wie vor niedrig, auch wenn ein gewisses Steigerungspotential erwartet wird. Die großen Währungen laufen weiter in geordneten Relationen untereinander, auch wenn sich der Euro aktuell gegenüber dem US $ festigt.

Einen besonderen Grund darf ich abschließend noch aufzeigen. Die Quartalsergebnisse der großen Unternehmen, die gerade in den letzten Tagen für das 1. Quartal 2017 veröffentlicht wurden, sind gut bis überraschend gut. Ein Beispiel dafür ist die amerikanische AMAZON, die zum letzten Wochenende berichtete. Amazon hat seinen Gewinn zum Jahresbeginn trotz hoher Ausgaben kräftig gesteigert. Angetrieben vom florierenden Cloud-Geschäft kletterte der Überschuss im ersten Quartal um 41 Prozent auf 724 Millionen Dollar. Der Konzern schaffte damit das achte Vierteljahr in Folge „schwarzen Zahlen“.

Wir wünschen Ihnen ein schönes, hoffentlich sonniges Mai-Wochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.