Editorial der Freitags-Info vom 07.12.2018

Geposted von Thomas Boldt am

An diesem Wochenende schaut der politisch Interessierte gebannt nach Hamburg zum Parteitag der CDU. Der Höhepunkt der dreitägigen Versammlung ist zweifelsohne die Wahl des Parteivorsitzenden.
Nachdem  die bisherige Parteivorsitzende Angela Merkel nach 18 Jahren im Oktober dieses Jahres überraschend ihren Rücktritt von der Parteispitze verkündet hatte und dies mit dem schlechten Wahlergebnis bei den Landtagswahlen, zuletzt Hessen, in Verbindung gebracht hat, stellen sich mindestens drei Bewerber zur Wahl.

Mit Annegret Kramp-Karrenbauer, der früheren Ministerpräsidentin Saarlands und aktuelle Generalsekretärin der CDU, dem früheren Fraktionsvorsitzenden ‚Friedrich Merz und mit dem aktuellen Gesundheitsminister Jens Spahn stellen sich die Kandidaten den 1001 Delegierten des Parteitages am Freitagnachmittag zur Wahl. Und wie die Umfragen im Vorfeld besagen, wird es ein sehr spannendes Rennen um den künftigen Parteivorsitz. Die höchsten Umfragewerte haben aktuell  AKK (gerne verwendetes Kürzel in den Medien für Annegret Kramp-Karrenbauer) und Friedrich Merz. Beide liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen, während  Jens Spahn eher geringe Umfragewerte vorauseilen.

Kurz vor der Wahl bekommen die Kandidaten auch immer mehr prominente Unterstützer. So hat sich Wolfgang Schäuble, langjähriger Finanzminister und aktueller Bundestagspräsident öffentlich hinter Friedrich Merz gestellt: „Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte“, sagte er der FAZ. Die Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Chef würde es „erleichtern, wieder zu einer Integration der politischen Kräfte zur Mitte hin zu kommen“, sagte Schäuble. Die politischen Ränder würden dann „wieder schwächer“.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hingegen wird wie folgt zitiert: „Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen. Das hat sie mehrfach unter schwierigen Bedingungen im Saarland als Innenministerin und Ministerpräsidentin bewiesen“, sagte der frühere Kanzleramtschef der „Rheinischen Post“.
Prominente Unterstützer für Jens Spahn hingegen sind äußerst rar, sodass  die Chancen für eine Wahl des jüngsten Bewerbers eher sehr gering einzuschätzen sind.

Da das Wahlergebnis erst nach Redaktionsschluss für den Wochenbericht bekannt wird, schauen wir gleichermaßen interessiert in die Hansestadt.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien einen schönen 2. Advent

Andreas Rosner und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Direktor Privatkunden Gies & Heimburger GmbH