Editorial der Freitags-Info vom 09.03.2018

Geposted von Bernd Heimburger am

Eine durchaus trauriges Schaubild veröffentlichte am vergangenen Sonntag die “Welt am Sonntag“

Die deutschen Großkonzerne, die im Deutschen Aktienindex (DAX) zusammengefasst sind, schütten in den bevorstehenden Wochen rund 36,5 Milliarden Euro an Gewinnen an die jeweiligen Aktionäre aus, so viel wie noch nie in der Historie.
Da der Anteil an „deutschen Aktionären“ bei 20 von 30 DAX-Gesellschaften unter 50 % liegt, werden dieses Jahr 23 Milliarden von den o.g. 36,5 Mrd. ins Ausland fließen. Ein klassisches Beispiel ist der größte Dividendenzahler des Landes. Daimler Benz wird 3,9 Milliarden ausschütten, da nur 35 % inländische Aktionäre in den Genuss kommen werden, bleiben nur 1,3 Milliarden in der Bundesrepublik Deutschland.

Leider hat sich in Deutschland, im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern, auch 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg noch keine richtige Aktienkultur entwickelt. Obwohl das durchschnittliche Jahresergebnis einer Aktienanlage in den letzten 30 Jahren bei über 7 % lag (Summe aus Dividenden und Kursgewinnen), können sich die sicherheitsbewussten Bundesbürger nicht in größerem Maß für die Aktienanlage erwärmen. Es herrscht aber eine trügerische Sicherheit. Seit einigen Wochen hat der Trend zu steigenden Zinsen eingesetzt. Es gehört nicht viel Phantasie dazu vorzusagen, dass die Risiken bei einer Rentenanlage durchaus in die Region der Aktienanlagen gehen können.

Wir wünschen Ihnen ein frühlingshaftes Märzwochenende.

Bernd  Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.