Editorial der Freitags-Info vom 24.03.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

Im neuen Jahrbuch der Credit Suisse wird ein Blick in die Historie der Börsen seit 1899 geworfen.

Diese jährlichen Renditen sind inflationsbereinigte Daten seit 1900. Die Gründe für den negativen  Durchschnitt der Renditen für Anleihen und Staatsanleihen in Deutschland liegen hauptsächlich in der Hyperinflation der 1920iger Jahre und der Währungsreform nach dem 2. Weltkrieg. Nur eine Zahl, um diese Zeit in Erinnerung zu rufen – am 20. November 1923 kostete ein US Dollar -4.200.000.000.000 Mark  (4 Billionen 200 Mrd.)
Aber nun zur aktuellen Diskussion um die Inflationsraten. Die Meinungen gehen aktuell stark auseinander und gegensätzliche Standpunkte sind an der Tagesordnung. Während einige Marktteilnehmer mit Verweis auf die aktuell wieder sinkenden Anleihe-Renditen in USA und auch in Europa, sowie den  leicht rückläufigen Ölpreis, als Indiz werten, das die erhöhten Inflationsraten vom Februar schon wieder den Zenit überschritten haben, weisen andere Fachleute darauf hin, dass der aufkommende Populismus die Inflationsraten lange Jahre nach oben treiben wird. Trump wird in dieser Argumentation als klassischer Inflationstreiber beschrieben.
Wir sehen ein schlagendes Argument dafür, dass die Inflationsraten nicht weiter stark ansteigen sollten, in dem Umstand, dass die demografische Entwicklung, besonders hier in Europa, ähnlich wie seit Jahren in Japan, kein Nährboden für eine kräftige Inflations-entwicklung sein sollte.

Wir wünschen Ihnen, mit dem Start der Sommerzeit, ein schönes März-Wochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.