Editorial der Freitags-Info vom 11.05.2018

Geposted von Bernd Heimburger am

In den letzten Tagen wird die Entwicklung des Ölpreises wieder verstärkt zu Presseberichten und Analysten-Meinungen herangezogen. Um das Ergebnis unseres Research-Hauses Capital Economics vorweg zu nehmen: Auch wenn der Trend des Ölpreises weiter nach oben gerichtet bleibt, wird die Weltwirtschaft weiter stabil bleiben.


Der gestiegene Ölpreis von aktuell über 70 $ hat dafür gesorgt, dass die Anzahl der aktiven Bohranlagen wieder auf über 1.100 Stück gestiegen ist. Wie in dem obigen Chart zu sehen ist, folgt die Anzahl der aktiven Bohrlöcher in den USA dem Ölpreis, hier das WTI-Öl.  D.h. die Investitionen in Förderanlagen in den USA bei steigendem Ölpreis kompensieren den etwas schwächeren Konsum in Europa auf Grund von geringeren Konsumausgaben.

Verschiedene Investmenthäuser sehen diese Entwicklung aus einem anderen Blickwinkel. Je nachdem welche „Produktbrille“ die einzelnen Analysten tragen, wird die Entwicklung unterschiedlich kommentiert.

Eine gefährliche Kombination aus teurem Öl und teurer Währung, so das Handelsblatt in dieser Woche, könnte das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne in Deutschland im Kalenderjahr 2018 in Bedrängnis bringen. Lufthansa und BASF werden hier als Beispiele angeführt. Aber auch an dieser Front gibt es in den letzten Tagen eine gewisse Entwarnung. Der Euro verlor gegenüber dem US Dollar von 1,25 auf 1,19 das sind immerhin knapp 5 %.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.