Editorial der Freitags-Info vom 13.04.2018

Geposted von Hans Heimburger am

Heute stellen wir Ihnen mal wieder einen sehr guten und inhaltlich auf unserer Linie liegenden Beitrag des BVI zur Verfügung. Allerdings wollen wir auf den letzten Absatz der Veröffentlichung genauer eingehen:

„ ……sollten die Sparer zusammen mit ihrem Bankberater oder einem Vermögensverwalter den passenden Mix bestimmen…“  – so die Ausführungen.

Wir wollen Ihnen als Vermögensverwalter nochmals den gravierenden Unterschied zwischen Bankberater und Vermögensverwalter aufzeigen. Während ein Bankberater in der Regel nur hauseigene Produkte anbietet, wählt der Vermögensverwalter aus einer viel größeren Zahl von möglichen Investitionen aus und findet so den besseren Mix für den einzelnen Anleger. Denn keine Bank kann von sich behaupten, für jedes Risikoprofil die besten Produkte zu haben. Darüber hinaus betreiben einzelne Banken auch noch die Anlageberatung, bei der mit einem aufwändigen Anlageberatungsprotokoll jedes einzelne Finanzprodukt beraten und verkauft wird. Durch diesen Prozess sind auch die Gebühren recht hoch.

Bei einem Vermögensverwalter trifft der Kunde die Grundsatzentscheidung, die Anlageentscheidungen zu delegieren, hier wir dann nur zu Anfang ein Vermögens-verwaltungsvertrag abgeschlossen, in dem das Risikoprofil eine tragende Säule ist. In diesem Rahmen trifft dann der Vermögensverwalter die Einzelentscheidungen und der Anleger ist entlastet.

Mit dem richtigen Anlagemix gut schlafen Viele Deutsche meiden Aktien aus Angst vor Verlusten. Um sicher zu gehen, legen sie ihr Geld nur auf Tagesgeld-konten oder Sparbüchern an. Drei Viertel der Bürger betreiben so ihre Vermögensbildung überwiegend über Bankeinlagen. Wer nur auf schnell verfügbare Geldanlagen setzt, nimmt wegen der Inflation je-doch einen Wertverlust in Kauf. Wer jedoch mehr aus seinem Geld machen und Risiken minimieren will, muss den richtigen Anlagemix finden. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Für die richtige Mischung wird von Experten jeweils ein Drittel Aktien, Anleihen und Immobilien als Faustregel empfohlen. Dennoch sollten Sparer die Anlagemischung in erster Linie von ihren persönlichen Lebensumständen und vom konkreten Sparziel abhängig machen. Wer beispielsweise bereits über eine eigene Immobilie verfügt, sollte mit seinen Ersparnissen Aktien und Anleihen oder entsprechende Fonds stärker berücksichtigen. Einen guten Anlagemix bieten auch Mischfonds an. Durch die Streuung des Vermögens in unterschiedliche renditestarke Anlageklassen, Branchen, Länder und Kapitalmärkte werden die Risiken verteilt.

Entsprechend der individuellen Risikobereitschaft, den persönlichen Zielen und der familiären Situation sollten die Sparer zusammen mit ihrem Bankberater oder einem Vermögensverwalter den passenden Mix bestimmen. Ein vernünftiger Vermögensaufbau braucht allerdings seine Zeit. Ein Berater kann dabei helfen und ein maßgeschneidertes Vermögenskonzept entwickeln.

Wir wünschen Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende.

Ihr Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Hans Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies & Heimburger GmbH und der CIO (Chief Investment Officer) für die 3ik-Strategiefonds.