Editorial der Freitags-Info vom 15.12.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

 

Heute wollen wir Ihnen wieder einmal weitere Informationen zu einem unserer Lieblingsthemen, der Elektromobilität, zusammenfassen. Kein Massenprodukt Elektroautos ohne Ladestationen. Zu dieser Aussage braucht es keinen Propheten. Bald könnten Millionen neuer Elektroautos auf die Straßen kommen. Dann lässt sich auch mit Ladestationen Geld verdienen, was im Moment noch Investitionen in die Zukunft sind, könnte sich bald rechnen.

Vier Ladenetzbetreiber planen gegeneinander anzutreten. Eon baut gemeinsam mit dem dänischen Partner Clever ein Netz von Schnellladesäulen in Europa auf. Bis 2020 sollen in 7 Ländern von Norwegen bis Italien 180 ultraschnelle Ladestationen mit Schwerpunkt in Deutschland installiert werden. An den Stationen sollen die Batterien in 20 Minuten aufgeladen werden können. Mit einem Abstand von 120-180 Kilometern zwischen den Ladestationen sollen Fahrten durch ganz Europa ermöglicht werden. Das bisher recht dünne Ladenetz gilt neben der geringen Reichweite und dem noch vergleichsweise hohen Kaufpreis als größtes Hemmnis des Elektroautos. Der dänische EON-Partner betreibt aktuell schon 1.500 Ladestationen in Skandinavien und Norddeutschland.

Die großen deutschen Autohersteller investieren derzeit Milliardenbeträge in die Entwicklung von Elektroautos, um die immer strengeren Emissionsvorgaben der EU zu erfüllen. Bis 2020 dürfen die Neuwagenflotten im Durchschnitt je Auto nur noch 95 Gramm CO 2 ausstoßen. Auch VW, Daimler und BMW haben sich zusammengetan, um bis 2020 ein Ladenetz mit 400 Stationen in Deutschland aufzubauen. Die Bundesregierung hält dafür 300 Mill. Euro Förderung bereit. Die Initiative der Autokonzerne zeigt, wie diese daran arbeiten, die Bedenken der Verbraucher gegen Elektroautos zu zerstreuen.

Ein weiterer Konkurrent ist die deutsche Innogy, die seit Anfang 2017 den Geschäftsbereich „Emobility“ gegründet hat und inzwischen 5.300 Ladepunkte in Europa betreibt.
VW hat sich Anfang diesen Jahres an dem Berliner Unternehmen Hubject beteiligt, einem führenden Betreiber von Zugangs- und Bezahlsystemen für das Aufladen von Elektroautos. An dieser e-Roaming-Plattform sind weltweit fast 40.000 Ladepunkte angeschlossen. Fahrer von Elektroautos können sich über eine App oder über das Navigationssystem auf der Plattform freischalten und den geladenen Strom bezahlen. Wir erwarten, dass die Lawine „Elektroauto“ in den nächsten 12 bis 24 Monaten ins Rollen kommt.

Wir wünschen Ihnen einen friedlichen dritten Advent.

Bernd Heimburger und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

 

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.