Editorial der Freitags-Info vom 16.12.2016

Geposted von Bernd Heimburger am

In den letzten Tagen wird in der Finanzpresse von der vollzogenen Zinswende gesprochen. Was hat das für Auswirkungen bzw. gibt es Handlungsbedarf für den Privatanleger?
Zuerst müssen wir unterscheiden zwischen der Entwicklung des US-amerikanischen Rentenmarktes und der des europäischen Rentenmarktes. Mit der Entscheidung der US-Notenbank FED, die Zinsen um 0,25% zu erhöhen, ist sicherlich der erwartete Schritt zu weiter moderat steigenden Zinsen in Nordamerika vollzogen worden. Auf der anderen Seite hat die Dezember-Entscheidung der europäischen Zentralbank ein weiteres Signal gesetzt, dass die Zinsen in Europa, voraussichtlich über das Jahresende 2017 hinaus auf einem niedrigen Niveau bleiben werden.

Für den deutschen Privatanleger wird sich kurzfristig das Anlageverhalten nicht ändern, ob eine deutsche Bundesanleihe eine Rendite von 0,10% verspricht oder wie aktuell 0,35%, spielt keine entscheidende Rolle. Die Risiken sind nicht unerheblich, wenn so ein Finanzinstrument für Jahre gekauft wird. Es gibt im Renten-Fondsbereich einige wenige Manager, die es auch im aktuellen Umfeld schaffen, Renditen von 3%-4% p.a. zu erwirtschaften.

Während sich bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen im Jahr 2016 ein leichter Renditeanstieg auf 2,56% abzeichnete, sind die Renditen für deutsche zehnjährige Staatsanleihen per Saldo auf 0,35% gesunken, im Sommer waren die Renditen sogar einige Wochen im negativen Bereich.

Wir wünschen Ihnen einen schönen nebelfreien vierten Advent.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.