Editorial der Freitags-Info vom 19.05.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für das Jahr 2017 nochmals leicht von 3,4 % auf 3,5% erhöht. Eine weltweit so breitangelegte Konjunkturerholung hat es jahrelang nicht mehr gegeben. Die Weltwirtschaft wächst in den Industrieländern wie auch in den Emerging Markets.

Gleichzeitig signalisieren die Inflationszahlen, dass der Trend nach oben gerichtet ist. In Europa ist die Inflationsrate auf das Zielniveau der EZB von 1,5 bis 2% gestiegen. Diese beiden Kerndaten sind eigentlich Indikatoren dafür, dass die Zinsen auch die Tiefs hinter sich haben.

 

Während in den USA die 10-jährigen Staatsanleihen wieder zwischen Renditen von 2,3% und 2,7% pendeln, sind die Renditen für deutsche Staatsanleihen noch zwischen 0% und 0,4%. Noch werden von der EZB monatlich ca. 60 Milliarden Anleihen aufgekauft, die Notenbank ziert sich aktuell vor einer Änderung der Geldpolitik. Wenn sich das Wirtschafts-wachstum aber weiter so solide zeigt und die Inflationsrate im weiteren Jahresverlauf um 2 % bleibt,  oder sogar etwas darüber geht, kann die EZB für das nächste Jahr den Pfad des Ankaufs von Anleihen verlassen. Dann besteht die Möglichkeit, dass auch für deutsche Staatsanleihen wieder Renditen von 1-2 % zu erzielen sind.

Wir wünschen Ihnen ein weiteres frühlingshaftes Maiwochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.