Editorial der Freitags-Info vom 21.10.2016

Geposted von Bernd Heimburger am

Wie wirken sich die Präsidentschaftswahlen in den USA auf die Börse aus?

Diese Frage ist Gegenstand diverser Analysen. Der  US-amerikanische Vermögensverwalter Fisher Investments analysierte die Wahljahre bis 1929 zurück. Das wichtigste Ergebnis vorweg – in Wahljahren performte der Standard & Poor´s 500 Index zu 82 % positiv. Interessant sind die Daten über die jeweilige Amtszeit der Präsidenten. Während der Amtszeit des Demokraten Jimmy Carter 1977-1981 legte der Index durchschnittlich 8,9% zu, damit das schlechteste Ergebnis, die Amtszeit des Republikaners Dwight D. Eisenhower  1953-1961 brachte dagegen ein doppelt so gutes Ergebnis, nämlich durchschnittlich 17,9%.

Aber nun noch ein Blick auf die aktuellen Prognosen und Wahrscheinlichkeiten der anstehenden Präsidentschaftswahl. Noch nie wurde ein Wahlkampf so kontrovers geführt und auch medial begleitet. Ob das Ergebnis so eindeutig wird wie im nachfolgenden Chart dargestellt, bleibt abzuwarten. Die Wahlbeteiligung wird hierbei eine große Rolle spielen.

Wahlprognose US Präsidentschaftswahl 2016

Sicherlich muss man diese Grafik mit etwas Skepsis betrachten, denn sie gründet nicht auf Umfragen unter Wählern, sondern auf den Prognosen der zehn größten britischen Wettbüros. Die gleichen Buchmacher lagen erst in jüngster Vergangenheit daneben, als sie die Prognosen zur Brexit-Abstimmung völlig verfehlten. Das Research-Institut Sauren kleidet diese Wahrscheinlichkeiten in den oben dargestellten Index.

Wir wünschen Ihnen ein erholsames Oktoberwochenende


Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.