Editorial der Freitags-Info vom 22.12.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

 

Heute ist es mir ein wichtiges Anliegen, weg vom üblichen Pfad der Information oder Interpretation von Finanznachrichten und wirtschaftlichen Zusammenhängen, eine Lanze zu brechen gegen den Antisemitismus, der sich in den letzten zwei bis drei Jahren in immer unerträglicher Form in Deutschland breit macht.

Das Lukas-Evangelium schildert uns, dass Jesus als jüdischer Sohn von Josef und Maria geboren wurde. Nun können wir ja sehr wohl unterschiedlicher Meinung zu Religion, Glauben oder auch Atheismus sein, aber die antisemitischen Tendenzen, die sich in unserer Gesellschaft wieder deutlich stärker breit machen, dürfen wir sehenden Auges nicht zulassen.

Selbst in der regionalen Badischen Zeitung wird heute über einen „Oberbürgermeister-Kandidaten“ für Freiburg berichtet, der auf Facebook das Foto des Eingangstores des KZ Auschwitz postet und dabei die Flüchtlingspolitik von Ungarn gut findet. Glücklicherweise kamen sofort zwei Strafanzeigen wegen Volksverhetzung. Man kann nur hoffen, dass solche Kandidaten letztendlich nicht auf der Wählerliste zur Oberbürgermeister-Wahl erscheinen.
In der gleichen Ausgabe der BZ wird dann auch über die Behandlung von syrischen Flüchtlingskindern durch israelische Ärzte berichtet.

Wir, als erste und zweite Generation nach dem Holocaust, dürfen nicht hinnehmen, dass der Antisemitismus in Deutschland wieder um sich greift.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein friedliches und geruhsames Weihnachtsfest.

Bernd Heimburger und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

 

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.