Editorial der Freitags-Info vom 24.02.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

Immer dann, wenn politische Entscheidungen anstehen, gehen die Meinungen bezüglich der Auswirkungen auf die Börsen stark auseinander.
Sollte Marine Le Pen, die rechtsgerichtete Euro-Gegnerin, die Wahlen in Frankreich gewinnen drohen Anlegern ernste Gefahren, so ein französischer Fondsmanager. Ein griechisches Szenario mit Zinsen bei 8%, warnt Monsieur Renaud, Manager eines Value Fonds.

Im nachfolgenden Schaubild ist dieser Trend schon abzulesen. Diese Woche war in einer Veröffentlichung auch zu lesen, dass aus französischen Staatsanleihen ca. 200 Mrd. Euro abgeflossen sind, zu Gunsten anderer europäischer Staatsanleihen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich dieser Renditeunterschied vor den Wahlen in Frankreich weiter ausweitet.

Der Chefvolkswirt der Assenagon Martin Hüfner erklärt diese Woche, dass Anleger die politischen Risiken überschätzen. Die Überängstlichkeit vieler Investoren ist ein kapitaler Hemmschuh, so seine Ausarbeitung. Aus fundamentaler Sicht ist die Welt in Ordnung, die Konjunktur läuft. Die Unternehmensgewinne lagen im 4. Quartal im Euro-Raum 12 % über dem Vorjahr.
Trotz aller politischen Risiken, die wir in 2017 vor uns haben, darf nicht ausgeblendet werden, dass z.B. der deutsche DAX in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 9% Wertzuwachs  pro Jahr erzielt hat und auch in dieser großen Zeitspanne gab es reihenweise politische Problemfelder.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fastnacht, Karneval- oder Fasching-Wochenende.

Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

 

 

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.