Editorial der Freitags-Info vom 27.04.2018

Geposted von Bernd Heimburger am

Der Zinsanstieg und die Dollarschwäche sind zwei Themen, die diese Woche wieder einmal an den Börsen mehr Beachtung finden. Nachdem letztmals im Januar 2014 der US-amerikanische Zins bei 3 % lag, wurde diese Marke nun in dieser Woche erstmals wieder erreicht.

Der geplante und schrittweise umgesetzte Zinsanstieg der FED zeigt am Rentenmarkt seine Wirkung. Dass dieser Zinssteigungstrend in Europa noch nicht in gleichem Maße vollzogen wurde hängt sicher noch an der gegenläufigen Politik der Europäischen Notenbank EZB. Hier werden Zinsschritte erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2019 erwartet.
Auch am Devisenmarkt hat diese Entwicklung Spuren hinterlassen. Konnte der Euro noch im Februar vierjährige Höchstmarken um 1,25 Euro zum USD erreichen kämpft die Währung heute mit der Marke von 1,21 Euro.
Bei einer Zinsdifferenz von 2,4% zwischen deutschen und amerikanischen Staatsanleihen gibt es natürlich wieder mehr Anleger, die sich bei Renditen von ca. 3% animieren lassen US Dollar Bonds zu kaufen. Dass dieser Zinsanstieg den Aktienmarkt temporär verunsichert ist nachvollziehbar, allerdings brachte die Entwicklung der letzten beiden Tage schon wieder einen Rücksetzer auf 2,97 % und schon nutzte der Aktienmarkt diese Gegenbewegung für eine Erholung. Der Trend der Zinsentwicklung ist noch keinesfalls festgeschrieben, da die USA die niedrigeren Steuereinnahmen durch die Steuerreform, mit gewaltigen Anleihe-programmen kompensieren müssen und dadurch ein großes Angebot an Staatsanleihen da ist.

Wir wünschen Ihnen ein weiteres sonniges Wochenende.

Ihr Bernd Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.