Editorial der Freitags-Info vom 29.12.2017

Geposted von Bernd Heimburger am

Beim Studium der Weihnachtsausgabe der Welt am Sonntag vielen mir zwei Artikel auf. Zum einen wurde ein Antwortbrief veröffentlicht, der seit dem Jahr 1897 jährlich auf der Titelseite der „Sun“ veröffentlicht wird,  weil er so berühmt wurde. Ein achtjähriges Mädchen schrieb in dem Jahr an die Zeitung ihre Frage: „Gibt es einen Weihnachtsmann?“
Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie sind angekränkelt vom Skeptizismus eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben nur, was sie sehen……….Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Und du weißt ja, dass es all das gibt, und deshalb kann unser Leben schön und heiter sein.

Zum anderen veröffentlichte die „Welt“ ein ganzseitiges Interview mit dem VW-Chef Matthias Müller über die Zukunft des Dieselmotors, die E-Mobilität und über die Hausaufgaben einer künftigen Bundesregierung. Nach Kommentaren aus den politischen Lagern gilt  Müller als Diesel-Judas. Der moderne Diesel ist eine Top-Technologie und wird auf mittlere Sicht eine wichtige Rolle spielen, so Müller. Er wolle nur, dass wir das Geld, das zur Förderung des Diesels verwendet wird (acht Milliarden Euro jährlich) in seiner Größenordnung erfassen und die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, das Geld perspektivisch und schrittweise für die Mobilität der Zukunft auszugeben. Mit den herkömmlichen Technologien allein werden wir die Klimaziele und die CO²-Verringerung nicht schaffen. Ab 2020 müssen sehr viel mehr Elektroautos verkauft werden. Dieser Systemwechsel ist von der Autoindustrie alleine nicht zu schaffen, deshalb ruft Müller die anderen Wirtschaftszweige und die Politik dazu auf ihre Hausaufgaben zu machen. Er bedauert, dass unser Land schwerfälliger geworden ist und nicht mehr so technologieaffin. Silicon Valley oder auch China laufen uns den Rang ab, so Müller.
Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen bedauert Müller ausdrücklich. Nach Auffassung des VW-Chefs hätten Union, Liberale und Grüne „ein sehr breites Wählerspektrum abgebildet mit den unterschiedlichsten Charakteren“. Wer etwas bewegen wolle, so Müller muss etwas wagen. Wir dürfen keine Konsensgesellschaft sein, Deutschland muss wieder Trends setzen, es besteht dringender Handlungsbedarf.

Wir wünschen Ihnen ein schönes letztes 2017er Wochenende und einen „Guten Rutsch“ in das neue Jahr 2018.

Bernd  Heimburger
und das gesamte Team der Gies & Heimburger GmbH

Bernd Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und leitet die Niederlassung in Bad Krozingen.