Volkskongress in China: Das Parlament der Milliardäre

Geposted von Walter Feil am

Der diese Woche tagende Nationale Volkskongress sollte, wie die Bezeichnung des Kongresses vermuten lässt, die Interessen des gesamten Volkes vertreten. Diese Erwartung gilt in besonderem Maße für ein kommunistisch regiertes Land wie China.

Das Sagen haben die Unternehmer

Wie aus einer Studie das Reichenmagazins Hurun (www.hurun.net) hervorgeht, sitzen in diesem Parlament vor allem die wohlhabenden Unternehmer. Alleine die 70 reichsten Mitglieder des chinesichen Volkskongresses vereinigen ein Vermögen von 65 Milliarden Euro auf sich.

Wie sieht dies in den Industrieländern aus?

Indiesem Vergleich hat China gute Chancen, manche Industrieländer zu übertreffen. Die Kommentare über die derzeitigen Vorentscheidungen in den USA zur Auswahl von Präsidentschaftskandidaten werfen den Blick auf die Vermögen einiger führender Politiker in den USA. Mitt Rommney wird häufig als Multimillionär bezeichnet. Hier besteht noch ein gewisses Potential bis zum Anschluss an die reichsten Volksvertreter im kommunistischen China.

Ausgewogene Interessenvertretung fördert die Entwicklung eines Landes

Der chinesiche Volkskongress besteht allerdings nicht nur aus 70 Milliardären, sondern aus ingesamt 3.000 Mitgliedern. Es ist damit das größte Parlament der Welt. Ich hoffe und wünsche dem chinesischen Volk, dass dieses Parlament aktuell in dieser Woche und darüber hinaus über einen langen Zeitraum die Interessen aller Bevölkerungsschichten ausgewogen fördert und damit die Entwicklung des Landes – wie in dem aktuellen Fünfjahresplan vorgesehen – weiter vorantreibt.    

Walter Feil ist Leiter der Niederlassung Bühl der Gies & Heimburger GmbH und Leiter des Investment-Research.