Editorial der Freitags-Info vom 09.06.2023

Geposted von Thomas Boldt am

Nachfrageboom bei Batterien

Wenn die jüngsten Quartalszahlen der Autobauer eines deutlich gemacht haben, dann das: Die Zukunft der Mobilität liegt im Elektroauto.

Egal wie Sie individuell zu diesem Thema stehen, die Politik und die Automobilkonzerne treiben den Wandel zur Elektromobilität mit großem Eifer voran.  

Daimler will bis 2030 bereits die Hälfte aller neuen Autos mit Elektroantrieb oder als Hybrid ausstatten. Der andere Automobilhersteller aus Stuttgart, Porsche, will dieses Ziel sogar bereits 2025 erreichen. 2030 soll die komplette Flotte voll elektrisch fahren.

 

Auch bei VW stehen die Zeichen auf Abschied vom Verbrennungsmotor. 2035 sollen zumindest in Europa nur noch Elektroautos verkauft werden. In den USA und China ist der Abschied vom Verbrenner etwas später geplant. 

Klar ist, dass der Anteil der Elektroautos auf unseren Straßen in den nächsten Jahren sprunghaft ansteigen wird. Und damit steigt die Nachfrage nach Batterien. Der globale Markt für Lithium-Ionen-Batterien wird voraussichtlich von rund 41 Mrd. USD auf mehr als 115 Mrd. USD bis zum Jahr 2030 wachsen. Die Nachfrage wird sich also in wenigen Jahren verdreifachen.  

 

Derzeit beherrschen asiatische Konzerne den Markt. Der größte Batteriehersteller der Welt ist CATL mit Sitz in Ningde im Südosten Chinas. Die Firma produziert unter anderem auch in Deutschland, in einer Fabrik nahe Erfurt. In den nächsten fünf Jahren werden am Standort bis zu 1,8 Mrd. Euro investiert und 2.000 Mitarbeiter eingestellt.  

 

Der Batteriemarkt wird derzeit zu rund 60% von chinesischen und zu 20% von südkoreanischen Herstellern bedient. Lediglich rund 3% der weltweiten Batterien stammen aus Werken in Europa. Die EU ist sich der Gefahr, die sich aus den Abhängigkeiten nach asiatischen Produkten ergibt, durchaus bewusst.

Die EU-Staaten genehmigten insgesamt 6,1 Mrd. Euro Fördermittel für den Aufbau einer europäischen Batterie-Produktion. Und die Fördermittel beginnen zu wirken. Überall sprießen Batteriefirmen aus dem Boden. Von der Förderung profitieren neben Großunternehmen wie den Autobauern BMW und der Opel-Mutter Stellantis, dem Chemiekonzern BASF oder dem Batteriehersteller Varta auch viele kleine Unternehmen und öffentliche Forschungseinrichtungen.

 

Der Ausbau der Batteriefertigung ist einer der größten Umbrüche in der Wirtschaftsstruktur seit vielen Jahrzehnten. Vor allem die Autozulieferer müssen sich komplett neu aufstellen. Hier haben innovative, junge Unternehmen die Chance sich mit neuen Technologien zu etablieren.  

 

Wir beobachten den Markt sehr genau, um mögliche Chancen frühzeitig zu erkennen. Nicht immer ist das technologisch führende Unternehmen am Ende auch am Markt erfolgreich. Eine bahnbrechende Erfindung ist das eine, aber die erfolgreiche Markteinführung innovativer Produkte und die kosteneffiziente Produktion sind noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Am 19.06.2023 informieren wir in einem Webinar zum Thema „Attraktive Rohstoffaktieninvestments im Zeichen der Energiewende“ und Sie erfahren mit welchen Rohstoffen und Investments Sie auch vom Batterieboom profitieren können. Lassen Sie sich das nicht entgehen. Fragen Sie nach, wir laden Sie gerne dazu ein!

Thomas Boldt und das gesamte Team von Gies & Heimburger wünschen Ihnen ein schönes und sonniges Wochenende

Direktor Privatkunden Gies und Heimburger GmbH