Mit Digital Health zu einem effizienteren Gesundheitswesen

Geposted von Hans Heimburger am

Die Coronapandemie hat uns allen die Systemrelevanz des Gesundheitswesens eindringlich vor Augen geführt. Die Unterschiede zwischen leistungsfähigen und weniger leistungsfähigen Infrastrukturen in diesem Bereich manifestierten sich für uns mit den unvergesslichen Bildern aus italienischen und spanischen Krankenhäusern im Frühjahr 2020. Wichtige Fortschritte müssen im gesamten, globalen Healthcare Sektor erzielt werden.

Die Entwicklung steht erst am Anfang

Ein verlässliches und effizientes Gesundheitswesen ist teuer. Bis 2030 werden die OECD-Länder jährlich im Schnitt voraussichtlich rund 10,2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Gesundheitskosten aufwenden, Tendenz steigend!

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist daher dringend nötig und unausweichlich. Die Coronakrise hat die natürlichen Widerstände der relevanten Stakeholder – Patienten, Ärzte, Klinikverwalter und Krankenversicherer – in kürzester Zeit beseitigt. Widerstand wandelte sich in positive Unterstützung und aktive Investitionsbereitschaft. Telemedizinspezialisten und viele weitere Unternehmen haben im Jahr 2020 Fortschritte erzielt, für welche sie normalerweise drei bis vier Jahre gebraucht hätten.

Durch die Großübernahme Teladoc und Livongo entsteht der erste Big-Player

Die wachsende Bedeutung von Digital Health konnte man im vergangenen Jahr auch am Kapitalmarkt ablesen. Teladoc, einer der führenden Anbieter im Bereich der Telemedizin, hat im Herbst 2020 Livongo, das sich im virtuellen Gesundheitsbereich auf die Behandlung chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck fokusiert, für rund 18 Milliarden Dollar übernommen. In den kommenden Jahren sind weitere Zusammenschlüsse zu größeren Einheiten vorprogrammiert. Damit ergeben sich für Investoren sehr spannende Chancen.

 

Hohe Venture-Capital Investitionen als Quelle für interessante Börsengänge

Große Risikokapitalgeber  haben alleine in den vergangenen drei Jahren etwa 26 Milliarden Dollar in junge Unternehmen des digitalen Gesundheitswesens investiert. Ziel der Investoren ist es, diese Unternehmen zu entwickeln und mit entsprechendem Mehrwert zu verkaufen bzw. als IPO (Initial Public Offering) an die Börse zu bringen. Aus dieser Quelle werden in den kommenden Jahren eine ganze Reihe interessanter, an der Börse gehandelter, Unternehmen verfügbar sein.

Ein von uns bevorzugter und für unsere Kunden investierter Fonds, der ausschließlich in Digital Health Unternehmen investiert, konnte in 2020 an 11 IPOs partizipieren, die in der großen Mehrzahl attraktive Performancebeiträge für den Fonds erbrachten.

Fazit

Wir sehen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens einen (oft verkannten) Megatrend in den wir langristig investieren. Wir haben uns tief mit dem Thema auseinandergesetzt und ausgezeichnete Fondsmanager identifiziert, die für  Sie, liebe Investoren, und für uns in diesem interessanten Bereich die richtigen Investitionsentscheidungen treffen.

 

 

Hans Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies und Heimburger GmbH und der CIO (Chief Investment Officer) für die 3ik-Strategiefonds.