„Projekt Titan“ und Waymo – ein Blick in die automobile Zukunft

Geposted von Hans Heimburger am

Seit einigen Tagen brodelt es in der automobilen Gerüchteküche. Und ausnahmsweise geht es nicht um Tesla samt seinem extrovertierten Gründer Elon Musk. Die Rede ist von Apple. Der Konzern plant angeblich für das Jahr 2024 die Markteinführung eines selbstfahrenden Autos.

Bringt das „Projekt Titan“ das sagenumwobene iCar auf die Straße?

Bereits 2014 hatte Apple das „Projekt Titan“ zur Entwicklung eines selbstfahrenden Autos aus der Taufe gehoben. Zwischenzeitlich wurde es recht still um das Thema und diesbezügliche Nachrichten aus dem Hause Apple flossen nur spärlich. Im Zeitablauf gab es offensichtlich wechselnde Schwerpunkte und Zielsetzungen im Projekt. Zwischenzeitlich lag der Fokus auf der Entwicklung einer Software für autonomes Fahren. Dass Apple sich darauf beschränken könnte, ein Selbstfahrsystem für andere Autohersteller zu entwickeln, schließen manche Beobachter nach wie vor nicht aus.

Apples KI-Chef John Giannandrea leitet nun das „Projekt Titan“

Anfang Dezember ließ die Nachricht, dass Apple  sein Auto-Projekt unter die Leitung des Chefs für künstliche Intelligenz (KI), John Giannandrea, stellte aufhorchen. Giannandrea verantwortet auch  Apples Siri- und Machine-Learning-Teams. Am Beginn dieser Woche berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider, dass das Apple-Auto (iCar) bereits 2024 auf den Markt kommen könnte. Im Zentrum der Entwicklung soll dabei eine völlig neuartige Batterie stehen, die wesentlich kostengünstiger sein soll und die Reichweite des e-Fahrzeuges deutlich erhöht. Hauptbestandteil der neuen Batterie bleibt aber der Rohstoff Lithium.

Auch Waymo wird die automobile Zukunft mitbestimmen

Waymo ist eine eigenständige Tochter des Alphabet-Konzerns (Google). Unter diesem Dach hat der Technologiegigant aus Silicon Valley seine langjährigen Anstrengungen zur Entwicklung eines selbstfahrenden Autos gebündelt. Waymo-Chef John Krafcik, der seit September 2015 an der Spitze des Unternehmens steht, ist tief mit der Automobilbranche verwurzelt. Der Maschinenbauingenieur arbeitete 14 Jahre für Ford und 10 Jahre für Hyundai Motor America.

Die Robotaxiflotte von Waymo bietet in der US-Stadt Phoenix bereits vollautomatisierte Fahrten (ohne Sicherheitsfahrer am Steuer) an.

Wie können wir in diesen Megatrend investieren?

Wir haben in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass die Identifizierung der Gewinnerunternehmen dieses Megatrends äußerst schwierig ist. Werden die oben genannten Unternehmen Apple und Alphabet (mit der Tochter Waymo) sich ein großes Stück des Kuchens einverleiben? Kann Tesla (mit seiner fundamentalen Extrembewertung) der Fixstern am e-Mobilitäts-Himmel bleiben? Werden die deutschen Autobauer eine Rolle spielen? Auf diese Fragen gibt es keine eindeutige Antworten.

Klar ist allerdings, dass mindestens die kommenden 10 bis 15 Jahre der automobilen Entwicklung elektrisch geprägt sein werden. Und klar ist, dass in dieser Zeitspanne die Lithium Batterie weiterhin im Mittelpunkt stehen wird, egal ob sie ein Fahrzeug von Tesla, Apple, Waymo, Volkswagen oder von Toyota antreibt. Und genau an diesem Punkt setzen wir mit unserer Investmentidee an. Wir haben uns seit einigen Jahren intensiv mit einem Fonds, der schwerpunktmäßig in die aussichtsreichsten Lithiumproduzenten investiert, beschäftigt. Ja, wir mussten Geduld aufbringen und auch temporär schwächere Marktphasen überstehen. Aber diese Geduld und der Fokus auf den intakten Investmentcase hat sich bis heute ausgezahlt (siehe folgender Chart).

 

 

 

 

 

Hans Heimburger ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Gies & Heimburger GmbH und der CIO (Chief Investment Officer) für die 3ik-Strategiefonds.